Unser kleines Christ-, Adents- und Weihnachtsbaumlexikon

Nachfolgend finden Sie unser "kleines Weihnachtsbaumlexikon", mit allerlei wissenswertem zu Weihnachtsbäumen (in alphabetischer Reihenfolge):

Mit einem * - gekennzeichnete Bäume sind bei uns erhältlich, teilweise auch zum "Selberschlagen".

- Blaufichte (picea pungens `glauca`)*:

Sie wird Stechfichte genannt und ist der wohl verbreitetste Garten und Parkbaum in Europa. Ihre ursprüngliche Heimat sind die Rocky Mountauins, wo sie in 2000 bis 3000 Höhenmeter dichte Wälder bildet. Wie der Name sagt, hat sie eine stark stechende, jedoch auch sehr stabile und haltbare Benadelung. Farblich gibt es Exemplare von unauffälligem grün bis zu einer stahlblauen Ausfährbung. Die Blaufichte ist relativ schnellwüchsig mit einer Dauer von ca. 7-8 Jahren für 2m.

- Coloradotanne (abies concolor):

Ihre Heimat ist der warme Südwesten der USA, wo sie in Höhen von rund 3000 m wächst, und daher auch bei uns winterhart ist. Ihre Nadeln sind ungewöhnlich lang (ca. 6cm), blaugrau bis hin zu stahlblau, sind sehr haltbar und weich. Aufgrund der starken Harzung der Colorado hat sich dieser Baum bisher nicht als Weihnachtsbaum durchsetzen können. Darüber hinaus ist nur ein prozentual geringer Anteil, trotz eines schnellen Wachstums, an verkaufsfähigen Bäumen einer Kultur auf dem Markt vorhanden.

- Douglasie ( Pseudotsuga menziesii):

Die Douglasie war in Europa vor der letzten Eiszeit heimisch, starb dann aber aus. Sie überlebte im Nordwesten von Nordamerika (Kanada bis südliche Rocky Mountains) und wurde im 18. Jahrhundert von dem schottischen Botaniker Douglas wieder nach Europa eingeführt. Seitdem in bedeutendem Umfang in Forst, aber auch in Parks und Gärten angepflanzt. Sie ist gebunden an luftfeuchte, regenreiche Lagen und braucht tiefgründige, feuchte Böden.

- Felsengebirgstanne (abies lasiocarpa):

Sie stammt ursprünglich aus den Rocky Mountains von Alaska bis nach New Mexico hinunter und ist ein ausgesprochener Hochgebirgsbaum, der dort die Waldgrenze bildet. Optisch ist sie den blauen Exemplaren der Stech-/Blaufichte sehr ähnlich hat jedoch weiche und auch sehr dauerhafte Nadeln mit einem außergewöhnlich guten Duft. Derzeit noch kaum am Markt vertreten, dürfte sie jedoch wegen ihrer günstigen Eigenschaften als Weihnachtsbaum eine große Zukunft haben.

- Gemeine Fichte (picea abies)*:

Sie ist in Deutschland die vorrangige Nutzholzart und kommt im gesamten europäischen und nordamerikanischen Breitenbereich natürlich vor. Aus der heimischen Forstwirtschaft stammen auch fast alle gehandelten Weihnachtsbäume. Die Fichte besticht durch ihren Duft, der in häuslichen Gefilden für Weihnachtsstimmung sorgt. Kauft man eine frisch geschlagene Fichte, so fällt auch die relativ geringe Haltbarkeit nicht ins Gewicht

- Koreatanne (abies koreana)*:

Von der koreanischen Halbinsel kommend hat sie sich als beliebter Garten- und Parkbaum bei uns durchgesetzt. Als Flachwurzler ist sie zudem sehr zum Verpflanzen als Topfbaum geeignet, als welcher sie auch vorrangig gehandelt wird. Mit ähnlichen Eigenschaften und Aussehen wie die Nordmanntanne dürfte sie auch als geschlagener Weihnachtsbaum eine interesante Alternative sein. Ihre tiefgrünen, unterseits mit weißen Streifen behafteten und intensiv duftenen Nadeln halten sich auch in warmen Räumen sehr gut.

- Nobilis oder Pazifische Edeltanne (abies procera)*:

Besser bekannt unter dem Namen Nobilis liefert sie den größten Teil des Schnittgrüns für die Gärtnereien. Natürlich kommt sie in Küstenarealen zwischen den US-Staaten Kalifornien und Washington sowie in Oregon vor. Sie bringt jedoch relativ wenig ansehnliche Weihnachtsbäume hervor und ist deshalb nur in sehr begrenzten Exemplaren erhältlich. Dafür hat der Käufer jedoch den wohl haltbarsten Weihnachtsbaum überhaupt mit stabilen Zweigen, dichter gräulich-grüner Benadelung und sehr intensivem "Tannenduft".

- Nordmanntanne (abies nordmanniana)*:

Sie stammt ursprünglich aus den Bergen der Schwarzmeerküste bis zum Kaukasusgebirge und kam Anfang des 19. Jahrhunderts nach Mitteleuropa. Bei uns ist sie mittlerweile der beliebteste Weihnachtsbaum, aufgrund sehr stabiler und regelmäßig angeordneter Zweige mit einer meist tiefgrünen (je nach Standort) nicht stechenden Benadelung. Die Nordmanntanne zeichnet sich durch sehr gute Haltbarkeit, auch in beheizten Räumen, aus. Die Nordmanntanne wächst sehr langsam z. B. ca. 11-12 Jahre für einen 2m hohen Baum.

- Orientfichte (picea orientalis):

Im Kaukasus und der Osttürkei beheimatet, trägt sie die kürzesten Nadeln aller Fichtenarten. Die durchschnittlich gut haltbaren Nadeln glänzen stark, stechen kaum und liegen eher am Trieb an als das sie abstehen, wodurch die Orientalis ein leicht spitziges Aussehen erhält. Die Äste stehen sehr regelmäßig, waagerecht und dicht. Besonders junge, kleine Bäume ("Mini-Bäume") dürften auch im Topf den idealen Weihnachtsbaum abgeben.

- Schwarzkiefer (Pinus nigra Arnold)*:

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarzkiefer (Pinus nigra Arnold) in Europa erstreckt sich von Ostspanien über das südliche Frankreich, weite Teile Mittel- und Süditaliens, des Balkans bis in die westliche Türkei einschließlich der Inseln Korsika, Sizilien und Zypern. Außerhalb dieses geschlossenen Verbreitungsgebietes in der Mittelmeerregion gibt es natürliche Schwarzkiefernbestände in Österreich (Wienerwald), Rumänien und auf der Krim. Die österreichische Schwarzkiefer bildet das nördlichste natürliche Vorkommen dieser Baumart. Wie die "Tränenkiefer" ist die Schwarzkiefer der "etwas andere" Weihnachtsbaum und erfreut sich immer stärkerer Beliebtheit.

- Serbische Fichte (picea Omorica)*:

Die serbische Fichte auch Omorikafichte genannt stammt aus kleinen Arealen am Mittel- und Oberlauf der Drina in Bosnien-Herzegowina. Auf dem europäischen Markt wird sie vorrangig als "lebender Zaun" gehandelt, seltener als Weihnachtsbaum, obwohl speziell grössere Bäume eine stabile Bezweigung mit gräulich-grüner, leicht stechender Benadelung aufweisen. Besser haltbar wie die gemeine Fichte gehört sie, als schnellwachsender Baum, zu der Fraktion der sehr schlanken Weihnachtsbäume.

- Tränenkiefer (pinus wallichiana):

Wegen ihres natürlichen Verbreitungsgebietes wird sie auch als Himalajakiefer bezeichnet, wo sie in Höhen zwischen 2000m und 4000m zusammen mit anderen Nadelbäumen dichte Wälder bildet. Sie ähnelt sehr der Strobekiefer deren Verwendungszweck als Schmuckgrünlieferant sie teilt. Dennoch dürfte der Baum wegen seiner ca. 15cm langen, sehr feinen und weißlich-grün schimmernden Nadeln, die zudem recht haltbar sind, eine echte optische Alternative für Individualisten darstellen.

 
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